14. August 2015

LOST - Travel Diary Brela & Beachwear inspiration

Ihr Schönen, wie ihr schon in meinen letzten beiden Posts mitbekommen habt, stehen noch einige Outfits aus meinem Urlaub in Kroatien aus. Ganz nach dem Motto "Weniger ist mehr", zeige ich euch mein Outfit heute in Form eines Bikinis. Die Bilder an sich gefallen mir sehr gut und ich bin immer wieder überrascht, wie ein bisschen Bräune einem mehr Leben verleihen kann. Zumindest ist das bei mir der Fall! Viel besser als die Bilder, ist aber eigentlich die Geschichte dahinter, die mich immer wieder zum Lachen bringt. Falls ihr nur an den Bildern interessiert seid, dann jetzt bitte einmal runterscrollen. Ansonsten viel Spaß beim Lesen!

Meine Freundin Nele und ich haben während des Aufenthalts in Brela in einer Pension gewohnt, die Bekannten gehört. Als wir die Tochter der Bekannten nach tollen Insidertips rund um Brela fragten, erzählte sie uns von einer einsamen Bucht, an die nur ab und zu einmal kleine Fischerboote anlegten, sonst aber ruhig und verlassen sei und in der man ganz toll übernachten könne, so wie sie es mit ihren Freunden auch schon getan habe. Wir waren natürlich sofort begeistert, denn wir hatten sowieso vor, dort einmal unter freiem Himmel zu schlafen. Sie hat uns gesagt, dass wir einfach am Strand bis zum Ortsausgang entlang laufen müssten und dann noch einige Zeit einen kleineren, etwas verwilderten Weg/Wald entlang laufen müssten. Ich weiß, rückblickend betrachtet hätten wir wissen müssen, dass Menschen, die die Natur dort kennen, eine andere Definition von "etwas verwildert" haben als wir, aber darüber haben wir in dem Moment nicht nachgedacht. Also haben wir uns am Nachmittag auf den Weg gemacht, die Bucht zu suchen. Ich bin ehrlich überaus froh, dass wir wenigstens so intelligent waren, feste Schuhe anzuziehen. Im Schlepptau hatten wir einen Rucksack, Isomatten und einen Trolley mit Decken und Essen. (Ja, einen Trolley...) Wir liefen sehr vergnügt bei 33°C die Promenaden entlang, ließen einen Strand nach dem anderen hinter uns und waren voller Vorfreude. Nach ca 2 Stunden erreichten wir das Ende der öffentlichen Strände und trafen auf besagten verwilderten Weg. Er startete mit einigen Treppenstufen und Gebüsch. Kein Problem für uns und dank der starken Arme meiner Freundin, bekamen wir auch den Koffer dort hinauf. Wir kämpften uns an den Klippen entlang und hatten wirklich einen wahnsinnig schönen Ausblick auf das Meer.


Mit der Zeit wurde der Weg kleiner, schottiger und die Zweige der Fichten hingen uns bis in die Gesichter. Immer noch kein Problem für uns, denn wir wussten schließlich, was uns erwarten würde, würden wir erstmal in der Bucht angelangt sein. Das Gewicht des Rucksacks und auch des Koffers machten sich so langsam immer bemerkbarer. Mit Ziehen war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel. Wir kämpften uns an den Klippen entlang, deren Abgrund gefährlich nahe kam und wären schon längst umgedreht, wären wir nicht schon knapp 3 Stunden gelaufen und wollten nicht UNBEDINGT diese Bucht finden. Also liefen wir weiter, die anfängliche Freude war längst aus unseren Gesichtern gewichen und es ging wirklich nur noch darum, das Gewicht tragen zu können, nicht abzurutschen und es einfach irgendwie weiterzuschaffen. Ziemlich plötzlich hörte das Waldstück auf und wir fanden uns oberhalb einer Bucht wieder, die einige Meter unter uns lag. Die Wellen waren zu diesem Zeitpunkt höher als gewohnt und wir wussten echt nicht weiter. Wir wollten auf keinen Fall zurück und wir wussten, dass wir diese Bucht überqueren mussten, um unser "Paradies" zu finden. Also starten wir eine Kletteraktion, von der ich niemals gedacht hätte, dass ich sie jemals in meinem Leben starten würde. Wir kletterten die Stein-/Felswand hinab. Ihr müsst euch vorstellen, dass dort sämtliche Strände aus Steinen bestehen und somit auch die Berge steinbesetzt sind. Während die Steine an öffentlichen Stränden so klein sind, dass sie teilweise fast einem Sandstrand gleichen, sieht es in der freien Natur natürlich ganz anders aus. In der Bucht lagen keine Steine, dort lagen Felsen. Spitze Felsen. Die Wand, die wir hinunter klettern mussten, bestand nicht aus festsitzenden Steinen, sondern aus Geröll, das uns unter den Füßen wegrutschte. Und ohne irgendetwas dramatisieren zu wollen, hatte ich wirklich richtig Angst. Dass wir uns dort hinuter geschafft haben, ist schon der helle Wahnsinn. Hinzu kamen aber natürlich auch noch Koffer und Rucksack. Irgendwie haben wir es jedoch geschafft, haben die Bucht überquert und sind auf der anderen Seite wieder hochgeklettert. Das war zum Glück weniger schwer als gedacht. Zu unserem Leid mussten wir, auf der anderen Seite angekommen, feststellen, dass wir nicht weiterkamen. Wir hätten erst noch weiter hochgemusst und bestimmt auf 20 Meter Höhe an den Klippen entlang klettern müssen. Unmöglich für uns! Also beschlossen wir, in dieser Bucht zu übernachten. Eher aus Verzweifelung, als aus Lust, aber wir waren wirklich platt und so langsam fing die Sonne an unterzugehen. Wie wir dort so saßen, fragte ich Nele eher nebenbei: "In Kroatien gibt es eigentlich auch Schlangen oder?" Sie hat mich angeschaut und genickt. Zur Sicherheit haben wir bei unseren Bekannten angerufen, um zu fragen, wo diese leben. Als Antwort bekamen wir: "Ja, hier gibt es relativ viele Schlangen, auch sehr giftige. Sie wohnen unter Steinen, Felsen und im Gestrüpp. Skorpione gibt es ebenfalls." Wir saßen dort und schauten uns um. Um uns herum gab es absolut nichts, außer Steine und Gestrüpp. Wir waren wirklich platt und den Tränen nahe.
Wir haben uns gefühlt wie die dümmsten Touris dieser Welt. Wie verwöhnte Stadtkinder, die absolut keinen Plan vom Leben haben. Dass wir dort nicht übernachten wollten, brauche ich euch nicht zu erzählen. Wir packten unsere Sachen zusammen.



Weil wir aber nicht einfach wieder gehen wollten, ohne irgendetwas von unserem Ausflug mitzunehmen, konnte ich Nele überreden, noch schnell den Bikini zu shooten. Das Licht war (fast) perfekt und so habe ich mich auf die Klippen gestellt und wir haben die Bilder gemacht. Ich bin erstaunt, dass tatsächlich einige Fotos entstanden sind, auf denen man auf den ersten Block nicht erkennen kann, was für eine Angst ich auf diesen Steinen hatte. Hinter mir ging es einige Meter tief hinab und ich sah mich schon von einer Schlange gebissen.

Als wir zusammen alles schnellstmöglich wieder zusammen gepackt hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Wir haben über eine halbe Stunde gebraucht, um die Klippe wieder hochzukommen, die wir zuvor runtergeklettert waren. Ich war wirklich den Tränen nahe und war froh, dass Nele so unglaublich ruhig war, so dass ich durchgängig hysterisch herumfluchen konnte. Zwischenzeitlich ist sie die halbe Klippe wieder runtergerutscht und ich dachte wirklich, wir würden dort verenden (kaum dramatisch). Irgendwann hatten wir den Koffer ebenfalls oben und liefen so schnell es ging durch den Wald zurück an den ersten öffentlichen Strand. Dort warfen wir uns ohne Handtuch auf die Steine und vegetierten mindestens eine Stunde vor uns hin, bis wir wieder zu uns kamen. Am späten Abend machten wir uns dann auf den zweistündigen Heimweg, der sich wie ein kleiner Spaziergang anfühlte.
Für Menschen, die Erfahrung mit Klettern, dem Meer und vor allem mit der Natur und all den Tieren, die dort leben, haben, wäre es sicherlich ein Leichtes gewesen, für uns jedoch war es eine der extremsten Erfahrungen, die wir jemals gemacht haben. Deshalb kann ich euch nur raten, euch immer vorher zu informieren, wenn ihr in einem fremden Land seid oder generell nicht unbedingt in der Natur aufgewachsen seid. Denn ohne es übertreiben zu wollen, hätte der Ausflug auch ganz anders für uns ausgehen können.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit den Bildern und bin gespannt, ob ihr erkannt hättet, was für eine riesige Angst ich hatte, wenn ihr den Text vorher nicht gelesen hättet :)


I was wearing:

Bikini: Calzedonia (similar here)
Body chain: H&M (similar, even more beautiful here & here)




Kommentare:

  1. Sehr tolle Bikinifotos! Du hast eine super schöne Figur und der Bikini schmeichelt dir sehr :)

    Liebst,
    BEAUTYFOODY

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